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Die Geschichte von BWTV

BWTV - Fernsehen für die Bundeswehr (Quelle IMZ/SKA)

Mayen, 21.03.2014.
Die Entwicklung von BWTV unterlag immer den Erfordernissen der Bundeswehr und der Einsätze, der verfügbaren Technologien und der wechselnden Anforderungen. Gleichzeitig spiegelt die Historie von BWTV auch die der Bundeswehr wider, auch durch die gesendeten Beiträge. Erfahren Sie hier Spannendes von der Gründung, der Ausweitung in die Einsätze und verfolgen sie den Lauf der Ereignisse bis in die Gegenwart.

Der Ursprung

Der Fernsehsender der Bundeswehr BWTV hat seinen Ursprung in den Ergebnissen der sogenannten Kienbaumstudie, die im Auftrag des BMVg unter Verteidigungsminister Rudolf Scharping zur Reformation der Truppeninformation beauftragt und 1999 finalisiert wurde. Weitere Ergebnisse der Studie waren unter anderem die Realisierung des „Intranet Bw“ und die Zusammenführung verschiedener Printmedien der einzelnen Teilstreitkräfte zu dem übergreifenden Monatsmagazin „Y.“, heute „Y - Das Magazin für die Bundeswehr“.

Kernidee von BWTV war es, die bisherige, auf Videoband gestützte Bewegtbildkommunikation zur Truppeninformation im Rahmen eines „Business-TV-Senders“ zu modernisieren und gegebenenfalls live auszustrahlen. Darüber hinaus sollte der militärischen und politischen Leitung mit BWTV ein flächendeckendes und unmittelbares Führungsinstrument zur Verfügung gestellt werden. Die Informations- und Medienzentrale der Bundeswehr in Sankt Augustin wurde mit der Realisierung des Projektes beauftragt.

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Die Anfänge

  • Frühjahr 2000: Erste Planungen zur Umsetzung
  • April 2002: Beginn des Pilotbetriebes auf zwei technischen Plattformen

Der Einstieg wird über klassische Fernsehübertragung realisiert, digital und verschlüsselt über Satellit (Eutelsat Hotbird, 13° Ost). Der „Footprint“ (das theoretische Verbreitungsgebiet) reicht von der Atlantikküste bis Afghanistan und von Skandinavien bis zur Nordküste Afrikas. Für den Pilotbetrieb wird zunächst nur der Wehrbereich 1 (Küste) mit speziellen, für die Entschlüsselung geeigneten Receivern ausgestattet. Dazu wird Videostreaming und VoD im „Intranet Bw“ über 54 Cachingserver eingerichtet. Aufgrund der geringen verfügbaren Bandbreite und des sehr unterschiedlichen Ausbaus der Netze innerhalb der Bundeswehr kann der Dienst nur sehr begrenzt und mit eher geringer Videoqualität zur Verfügung gestellt werden.

Das Programm und Sendeschema wird kontinuierlich mit werktäglicher Produktion von zwei Nachrichtensendungen, Programmausstrahlung im 24/7-Betrieb und weiteren eigen- und fremdproduzierten Programmanteilen erweitert. Parallel wird die Empfangbarkeit durch die Vergabe weiterer Receiver in die Familienbetreuungszentren und vereinzelt auch Bildungseinrichtungen der Bundeswehr verbessert.

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Übertragung in den Einsatz

  • Sommer 2002

Es zeichnet sich ab, dass die ARD und das ZDF die Fußballweltmeisterschaft mangels entsprechender Rechte nicht in das Einsatzgebiet nach Afghanistan übertragen werden. Im Auftrag des BMVg werden die Einsatzkräfte mit Empfangsanlagen für BWTV ausgestattet. BWTV übernimmt die WM-Übertragungen der ARD und des ZDF und dient damit auch der Truppenbetreuung. Später wird das Betreuungsangebot durch Spielfilme und Sportübertragungen des Senders Premiere / Sky erweitert.

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Das Hubert-Fernsehen

  • 2004

Aufgrund der begrenzten Verbreitungsmöglichkeit über die bestehende IT-Infrastruktur und steigender Nachfrage der BWTV-Beiträge, die in der gesamten Bundeswehr erstellt werden, installiert die IMZBw eine eigene Serverlandschaft. Damit werden die BWTV-Inhalte zentral für das „Intranet Bw“ unter dem Namen „Hubert-Fernsehen“ bereitgestellt. Der Erfolg dieser Einrichtung ermutigt die Betreiber, nach und nach auch älteres, vor der Zeit von BWTV produziertes Bewegtbildmaterial zur Verfügung zu stellen.

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Der WM-Satellit

  • Sommer 2006

Die Bundeswehr erweitert ihre Aktivitäten in den Kongo. Wieder steht eine Fußballweltmeisterschaft an. Im Auftrag des BMVg wird für die Dauer des Kongoeinsatzes eine weitere Satellitenübertragungsstrecke angemietet (PanAmSat 10, 68,5° Ost), die das Einsatzgebiet Kongo und Teile des Einsatzgebietes ATALANTA abdeckt. Die Empfangsgeräte für BWTV werden unter anderem mit Maßnahmen der Truppenbetreuung über Satellitencontainer bereitgestellt.

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Einstellung der Produktion „Info-Magazin“

  • 2007

Da BWTV im Pilotbetrieb im Schwerpunkt nur im Wehrbereich Küste empfangen werden kann, wurden anfangs im Rahmen der Truppeninformation aus den Beiträgen des Fernsehprogramms das Format „Info-Magazin“ produziert und über Videokassette bzw. DVD in der Fläche verteilt. 2007 wird das Produkt eingestellt.

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Stand vom: 22.07.14


https://www.radio-andernach.bundeswehr.de/portal/poc/rander?uri=ci%3Abw.skb_rander.ueberuns.geschichte.bwtv